Trump will Begriff “Künstliche Intelligenz” aus US-Behörden verbannen
WASHINGTON – US-Präsident Donald Trump will den Begriff „Künstliche Intelligenz“ aus der offiziellen Kommunikation der Vereinigten Staaten streichen. Statt der bisher üblichen Abkürzung KI („Artificial Intelligence“, AI) setzt er sich für die Bezeichnung „Superintelligenz“ und das Kürzel SI ein. Am Dienstag, dem 27. Oktober 2026, kündigte Trump an, dass das bisherige Terminus offiziell in relevanten Dokumenten untersagt werden soll. Die Maßnahme richtet sich jedoch nicht gegen die Technologie selbst. Bereits am 29. September unterzeichnete Trump eine präsidiale Anordnung, die allen Bundesbehörden vorschreibt, wo rechtlich möglich, die neue Bezeichnung zu verwenden.
Damit verfolgt der US-Präsident weiter seine eigene Terminologie, von der er überzeugt ist, dass sie die Fähigkeiten moderner Technologien besser abbildet.
Das jüngste Statement veröffentlichte Trump auf dem sozialen Netzwerk Truth Social, als Reaktion auf die Verwendung des Begriffs „Künstliche Intelligenz“ in US-Medien – insbesondere im „Wall Street Journal“.
Trump stört ein Wort: „Künstliche Intelligenz“ sei irreführend
Laut Donald Trump beschreibt der aktuelle Begriff die Leistungsfähigkeit moderner intelligenter Systeme nicht angemessen.
Das Hauptproblem sieht er im englischen Wort „artificial“ (künstlich).
Nach Ansicht des Präsidenten vermittelt der Begriff den Eindruck, die Technologie sei unecht oder minderwertig.
Trump ist überzeugt, die heutigen Systeme seien eine weitaus mächtigere Form von Intelligenz, als es der traditionelle Begriff suggeriert.
Daher setzt er sich für die Bezeichnung „Super Intelligence“ ein.
Nach Trumps Worten soll die neue Terminologie den technologischen Fortschritt sowie die Stellung der USA als führende Technologiemacht betonen.
Die Änderung bedeutet allerdings nicht, dass heutige KI-Systeme bereits über die Fähigkeiten einer echten Superintelligenz verfügen.
Weißes Haus hat Anordnung bereits unterzeichnet – Rechtliche Grundlage
Trumps Initiative basiert auf einer konkreten Rechtsgrundlage.
Am 29. September 2026 unterzeichnete er die Anordnung „Inaugurating the Era of Super Intelligence“.
Sie legt fest, dass US-amerikanische Bundesministerien und Behörden in offiziellen Materialien künftig die Begriffe „Super Intelligence“ und „SI“ statt „Artificial Intelligence“ und „AI“ zu verwenden haben.
Betroffen sind unter anderem:
- Behördliche Korrespondenz – also Dokumente und Kommunikation der Bundesinstitutionen,
- offizielle Webseiten der Regierung,
- öffentliche Erklärungen – Pressemitteilungen und andere Kommunikationsformen der Administration,
- strategische Dokumente – wie Regierungsrichtlinien, Analysen und Berichte,
- weitere nicht-legislative Materialien, sofern eine Änderung nach geltendem Recht möglich ist.
Die Anordnung sieht jedoch keine rückwirkende Änderung bereits veröffentlichter Verordnungen, Verträge oder historischer Dokumente vor.
Ihre Anwendung muss zudem mit bestehenden Gesetzen im Einklang stehen.
US-Behörden setzen neue Bezeichnung schrittweise um
Die Änderung zieht bereits praktische Konsequenzen in der US-Administration nach sich.
Laut der Nachrichtenagentur Reuters erhielten Mitarbeiter des US-Justizministeriums Anfang Oktober die Weisung, die neue Bezeichnung in der behördlichen Kommunikation zu verwenden.
Je nach Einzelfall kann dies auch gerichtliche Eingaben betreffen.
Ähnliche Anweisungen erhielten laut Associated Press auch einzelne US-Diplomaten.
Dies zeigt, dass es sich nicht nur um eine symbolische Umbenennung in sozialen Netzwerken handelt.
Die Vereinigten Staaten haben damit begonnen, die neue Terminologie in Teilen der föderalen Verwaltung umzusetzen.
Das Ausmaß der Anwendung hängt jedoch von gesetzlichen Grenzen und den einzelnen Behörden ab.
Was bedeutet „Superintelligenz“ wirklich – und ist die Bezeichnung irreführend?
In der Fachwelt ist der Begriff „Superintelligenz“ seit längerem bekannt.
Allerdings hat er eine andere Bedeutung als der allgemeinere Begriff „Künstliche Intelligenz“.
Unter Künstlicher Intelligenz versteht man eine Vielzahl von Systemen, die Informationen verarbeiten, Muster erkennen, Inhalte generieren oder bestimmte Aufgaben lösen können.
Dazu zählen beispielsweise Sprachmodelle, Bildgeneratoren, automatische Übersetzungssysteme oder Tools zur Datenanalyse.
Als Superintelligenz wird in wissenschaftlichen Diskussionen meist eine hypothetische Stufe von KI bezeichnet, die menschliche Fähigkeiten auf breiter intellektueller Ebene übertrifft.
Ein solcher technologischer Vorsprung wurde bislang jedoch nicht zuverlässig nachgewiesen.
Trumps Entscheidung ändert demnach primär die behördliche Begriffswahl, nicht die tatsächlichen Fähigkeiten der existierenden Technologien.
In der Anordnung wird zudem ausdrücklich festgehalten, dass SI aktuell Technologien umfasst, die unter die bestehende gesetzliche Definition von Künstlicher Intelligenz fallen.
Trump will Amerikas Technologieführerschaft hervorheben
Hinter Trumps Entscheidung steht auch das strategische Kräftemessen zwischen den USA und China.
Washington sieht fortgeschrittene intelligente Systeme als Technologien mit erheblichem wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Einfluss.
Trump betont regelmäßig, dass amerikanische Unternehmen bei der technologischen Entwicklung führend bleiben müssen.
Er lehnt zugleich Regelungen ab, die seiner Ansicht nach Innovationen ausbremsen könnten.
Aktualizovane.sk hat sich mit dieser Position in einem separaten Beitrag befasst: Trump lehnt neue KI-Grenzen ab. Die Sicherheit solle laut ihm ein Präsident mit hohem IQ gewährleisten.
Statt weitreichender neuer Regulierungen setzt der Präsident auf mehr Eigenverantwortung der Technologieunternehmen für ihre Produkte.
Dieser Ansatz führt zu Diskussionen unter Entwicklern, Sicherheitsexperten und Gesetzgebern.
Technologiefirmen sollen sich nach Trumps Willen selbst regulieren
Bereits im September hat die US-Regierung eine freiwillige Vereinbarung mit führenden Technologieunternehmen vorgestellt.
Ziel ist eine verstärkte Kontrolle und ein verantwortungsvoller Umgang beim Ausbau der fortschrittlichsten intelligenten Systeme.
An den Gesprächen beteiligten sich Vertreter von Firmen aus dem Bereich Künstliche Intelligenz und technologischer Infrastruktur.
Trump bevorzugt freiwillige Selbstverpflichtungen gegenüber neuen umfassenden gesetzlichen Einschränkungen.
Einzelheiten wurden von Aktualizovane.sk in dem Beitrag Trump überlässt KI den Tech-Konzernen. Die Vereinbarung ist nicht rechtlich bindend berichtet.
Kritiker dieses Kurses warnen, freiwillige Regeln könnten keinen ausreichenden Schutz vor Missbrauch der leistungsfähigsten Systeme bieten.
Befürworter weniger Regulierung argumentieren dagegen, dies diene der Wettbewerbsfähigkeit amerikanischer Unternehmen.
Kann Trump den Begriff „KI“ auch im Alltag verbieten?
Gerade diese Frage ist angesichts der aktuellen Ankündigung zentral.
Es gibt keine Bestätigung, dass Trump ein generelles Verbot der Begriffe „Künstliche Intelligenz“ oder „AI“ für die Öffentlichkeit, Medien oder Privatfirmen ausgesprochen hat.
Die Anordnung vom 29. September bezieht sich auf die Bundes-Exekutive und deren offizielle Terminologie.
Sie begründet keine allgemeine Verpflichtung für alle Bürger der Vereinigten Staaten.
Amerikanische Medien können daher den Ausdruck AI weiterhin verwenden.
Ebenso drohen Technologieunternehmen keine Sanktionen, weil sie in ihren Produkten oder Werbekampagnen am bisherigen Namen festhalten.
Trumps Ankündigungen zu einem offiziellen Verbot sind daher im Zusammenhang mit der bereits erlassenen Anordnung zu sehen.
Wollte der Präsident weitergehende rechtliche Änderungen durchsetzen, müssten diese mit US-Gesetzen und Verfassungsgrundsätzen im Einklang stehen.
Welche Auswirkungen gibt es für die Slowakei und Europa?
Direkte rechtliche Folgen für die Slowakei sind begrenzt.
Die Europäische Union verwendet in ihren eigenen Rechtsvorschriften, etwa dem KI-Gesetz, den Begriff „Künstliche Intelligenz“.
Das präsidiale US-Dekret ändert an diesen europäischen Vorschriften nichts.
Slowakische Unternehmen, Schulen, Medien und Technologianwender müssen daher nicht auf die Bezeichnung Superintelligenz umsteigen.
Eine andere Situation ergibt sich bei der Kommunikation mit US-Bundesbehörden, die künftig in ihren Dokumenten die neuen Begriffe nutzen werden.
Die Slowakei arbeitet zudem an einem eigenen KI-Kontrollsystem im Einklang mit den europäischen Richtlinien.
Auch darüber hat Aktualizovane.sk in Bezug auf die geplanten slowakischen Kontrollbehörden berichtet.
Die echten Risiken der Künstlichen Intelligenz bleiben bestehen
Die Umbenennung erfolgt zu einer Zeit, in der Fachleute die Sicherheit zunehmend leistungsfähiger KI-Modelle diskutieren.
Häufig genannte Risiken sind etwa die Verbreitung von Falschinformationen, Cyberangriffe, der Missbrauch personenbezogener Daten oder die wachsende gesellschaftliche Abhängigkeit von automatisierten Systemen.
Manche Fachleute weisen zudem auf langfristige Gefahren hin, falls Systeme eines Tages menschliche Fähigkeiten übertreffen könnten.
Diese Bedenken dürfen jedoch nicht damit verwechselt werden, dass heutige KI bereits über unbegrenzte Intelligenz verfügt oder der menschlichen Kontrolle entgleitet.
Allein die Bezeichnung „Superintelligenz“ beweist weder technologischen Fortschritt noch gewährleistet sie die Sicherheit eines bestimmten Produkts.
Wird Trump den Begriff AI weltweit ändern?
Der US-Präsident kann den Sprachgebrauch innerhalb seiner Administration und in offiziellen Dokumenten sowie in der internationalen Kommunikation beeinflussen.
Er kann jedoch weder anderen Ländern, Wissenschaftlern noch Medien die Begriffsänderung einseitig vorschreiben.
Der Begriff „Künstliche Intelligenz“ existiert seit etwa siebzig Jahren und ist fest in Fachliteratur, Bildung und Gesetzgebung verankert.
Ob Trumps neue Begriffswahl über die Bundesverwaltung hinaus Verbreitung findet, bleibt dahingestellt.
Donald Trump hat die Bezeichnung Superintelligenz in offiziellen Dokumenten bereits verbindlich eingeführt und setzt nun auf konsequente Anwendung. Weltweit bleibt der Begriff KI oder AI geläufig – und allein die Umbenennung verändert die Technologie dahinter nicht.
Quelle: ta3, ČTK, Reuters, Associated Press, Weißes Haus.
Trump schließt KI-Pakt mit Tech-Giganten: Sicherheit ohne Gesetz garantiert
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI aus der slowakischen Originalfassung übersetzt.