Professionelle Pyrotechnik nahe Strommast in Grevenbroich entdeckt – Staatsschutz ermittelt
Ein ungewöhnlicher Fund in der Nähe einer Energieanlage hat einen Polizeieinsatz im deutschen Grevenbroich ausgelöst. Nur 10 bis 15 Meter von einem Hochspannungsmast entfernt entdeckten Einsatzkräfte eine professionelle pyrotechnische „Kugelbombe“ der Kategorie F4, die mit Klebeband umwickelt war.
Experten des Landeskriminalamts konnten den Gegenstand entschärfen. Nun ermittelt die Polizei, wer diesen an den Fundort gebracht hat und zu welchem Zweck. Da der Sprengkörper in unmittelbarer Nähe kritischer Energie-Infrastruktur entdeckt wurde, hat inzwischen der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.
Sicherheitsdienst von RWE findet verdächtigen Gegenstand
Der Fund ereignete sich am Mittwoch, 23. September, gegen 15:30 Uhr im Umfeld des stillgelegten Braunkohlekraftwerks Frimmersdorf.
Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der Energiegesellschaft RWE stießen im Gebüsch auf den verdächtigen Gegenstand.
Die alarmierte Polizei sperrte daraufhin den Bereich ab und forderte Sprengstoffexperten zur Unterstützung an.
Die Experten identifizierten das Objekt als professionelle Pyrotechnik der Kategorie F4. Solche Geräte werden gewöhnlich für große organisierte Feuerwerke eingesetzt und dürfen nur von geschultem Fachpersonal verwendet werden.
Mit Klebeband umwickelter Sprengkörper
Auch die Bauart des Gegenstands weckte das Interesse der Ermittler.
Laut Polizei hatte die Pyrotechnik in etwa die Größe eines Handballs und war mit silbernem, robustem Klebeband umhüllt.
Die Experten entschärften den Sprengkörper und stellten ihn zur weiteren Untersuchung sicher.
Die Polizei betont dabei eine wichtige Tatsache: Selbst im Falle einer Detonation hätte das Gerät nach Einschätzung von Experten die Stromleitung vom Ablageort aus nicht beschädigt.
Die Leitung am Mast war weiterhin unter Spannung, auch wenn das nahegelegene Kraftwerk Frimmersdorf bereits stillgelegt ist.
Deutschland hatte im September mit einem noch schwerwiegenderen Vorfall an kritischer Energieinfrastruktur zu tun. Aktualizovane.sk berichtete, dass bei der Jänschwalde-Kraftwerksanlage Geräte gefunden wurden, mit denen Täter einen großflächigen Stromausfall herbeiführen wollten.
Kein Zündmechanismus gefunden
Die bisherigen Untersuchungsergebnisse deuten zudem darauf hin, dass kein unmittelbarer Anschlag auf die Stromleitung vorbereitet worden sei.
Die Polizei fand keinen Zündmechanismus und auch keinen Hinweis darauf, dass jemand die Pyrotechnik zur Zündung bringen wollte.
Unklar ist ebenfalls, wie lange der Gegenstand bereits im Gebüsch lag.
Die Ermittler schließen einen üblichen Feuerwerksrest aus der Silvesternacht aus. Gerade die Nähe zur Energieinfrastruktur und die ungewöhnlichen Umstände des Fundes sind Grund für weitergehende Untersuchungen.
Staatsschutz übernimmt Ermittlungen
Die Ermittlungen wurden am Donnerstag ausgeweitet.
Weil der Gegenstand in unmittelbarer Nähe kritischer Infrastruktur entdeckt wurde, hat der Staatsschutz in Düsseldorf die Ermittlungen übernommen.
Die Experten prüfen die Pyrotechnik unter anderem auf DNA-Spuren und Fingerabdrücke.
Ziel der Ermittlungen ist es, herauszufinden, wer das Objekt deponiert hat und ob eine geplante Straftat damit in Verbindung steht.
In den letzten Wochen beschäftigt sich die Polizei in Deutschland mit mehreren Vorfällen im Umfeld von Energieanlagen. Aktualizovane.sk hatte bereits berichtet, dass deutsche Ermittler nach einem Mann fahndeten, der im Verdacht steht, mehrfach Sabotageakte am Stromnetz versucht zu haben.
Bisher keine Verbindung zu früheren Sabotagen
Die Serie von Angriffen im September hat die Frage aufgeworfen, ob der aktuelle Fund im Zusammenhang mit früheren Sabotageakten am Stromnetz stehen könnte.
Ein solcher Zusammenhang wurde seitens der Polizei bislang nicht bestätigt.
Nach Angaben der Ermittler ist der Fund in Frimmersdorf nicht mit vorangegangenen Angriffen vergleichbar. Derzeit gibt es auch keinen Hinweis darauf, dass die gleiche Täterperson oder -gruppe hinter dem Vorfall steckt.
Auch ein politisches Motiv sei nicht bestätigt.
Polizei sucht nach Person, die Pyrotechnik ablegte
Die zentrale Frage bleibt, woher die Pyrotechnik stammt.
Die Polizei bittet Personen, die im Bereich des Kraftwerks oder der Hochspannungsleitung verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden.
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Explosion am Flughafen Leipzig/Halle könnte mit Drohnenangriff zusammenhängen. Ermittler fanden weitere Spuren.
Die Polizei nimmt den Fund insbesondere wegen der Nähe zur Energieinfrastruktur sehr ernst. Nach aktuellem Gutachten stellte die professionelle Pyrotechnik am konkreten Fundort jedoch keine Gefahr für den Strommast dar.
Ob es um die Vorbereitung einer Sabotage, Einschüchterung, illegal gelagerte Pyrotechnik oder einen ganz anderen Hintergrund ging, bleibt vorerst unklar. Erst kriminaltechnische Untersuchungen sowie die Identifikation der Person, die den Sprengkörper abgelegt hat, könnten Antworten liefern.
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI aus der slowakischen Originalfassung übersetzt.