Die Linke gewinnt Wahl in Berlin: Kontroverse um frühere Aussagen
Die deutsche Linkspartei hat bei der Berliner Wahl ein Ergebnis erzielt, das das politische Gefüge der Hauptstadt deutlich verändert. Die Linke erreichte 25,7 Prozent der Stimmen und wurde damit stärkste Partei, noch vor CDU, AfD, Grünen und SPD.
Der Wahlerfolg entfacht zugleich eine neue Debatte über radikalere Strömungen innerhalb der Partei, ihre Positionen zur Wohnungsfrage, zum Israel-Konflikt und ältere Kontroversen.
Die Linke erhält mehr als ein Viertel der Stimmen
Das Ergebnis bedeutet für Die Linke einen erheblichen Zuwachs im Vergleich zu vorherigen Berliner Wahlen.
Die Linke erzielte 25,7 %, gefolgt von der CDU mit 18,8 %.
Die AfD kam auf 16,3 %, die Grünen auf 14,3 % und die SPD erreichte 12,1 %.
Für CDU-Chef Friedrich Merz ist das Berliner Ergebnis ein weiterer belastender Wahlausgang. Aktualizovane.sk hatte bereits vor der Abstimmung darauf hingewiesen, dass die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern den innerparteilichen Druck auf Merz erhöhen könnten.
Elif Eralp will vor allem das Problem teurer Mieten angehen
Das Gesicht des Wahlerfolgs ist die 45-jährige Juristin Elif Eralp.
Nach der Wahl bezeichnete sie die steigenden Mietkosten als eines der größten sozialen Probleme Berlins.
Im Wahlkampf trat Die Linke für schärfere Maßnahmen gegen große Wohnungsunternehmen ein und will an das Volksbegehren von 2021 anknüpfen. Damals unterstützte eine Mehrheit den Vorschlag, einen Teil der großen Wohnbestände in öffentliches Eigentum zu überführen.
Von einer solchen Maßnahme wären rund 220.000 Wohnungen betroffen.
Kritiker weisen auf milliardenschwere Kosten und rechtliche Probleme hin, die ein solches Vorgehen mit sich bringen würde.
Frühere Aussage zum „Erschießen der Reichen“ war kein Parteiprogramm
Nach dem Wahlsieg in Berlin wird auch ein Vorfall aus dem Jahr 2020 wieder thematisiert.
Bei einer Strategiekonferenz der Linken in Kassel verwendete damals eine Teilnehmerin die Formulierung vom „Erschießen des einen Prozents der Reichen“.
Der damalige Parteivorsitzende Bernd Riexinger entgegnete darauf, dass man die Reichen nicht erschießen, sondern „für nützliche Arbeit einsetzen“ solle.
Die Aussage löste einen politischen Skandal aus.
Wesentlich ist, dass dies weder offizielle Politik der Linken noch Teil ihres Programms war.
Die Teilnehmerin entschuldigte sich später und erklärte, Gewalt abzulehnen. Auch Riexinger räumte einen Fehler ein und sagte, er hätte diese Bemerkung sofort eindeutig zurückweisen müssen.
Umstrittene Vorfälle auch während des Wahlkampfs
Im Wahlkampf rückten außerdem einige Unterstützer und Kandidaten der Linken in den Fokus der Öffentlichkeit.
Bei einer Veranstaltung wurde beispielsweise ein Slogan gegen die israelische Armee gerufen.
Weitere Kritik gab es wegen propalästinensischer Aussagen einiger Mitglieder und Anhänger der Partei.
Die Grünen erklärten nach der Wahl, dass eine mögliche Zusammenarbeit auch von einer klaren Haltung der Linken gegen Antisemitismus abhänge.
Die Linke weist den Vorwurf eines systematischen Antisemitismus zurück und betont, dass sie sich gegen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung jeglicher Art einsetzt.
Für Wirbel sorgte auch ein Gast auf der Wahlparty
Bei der Wahlparty der Linken in Neukölln tauchte auch Issa Remmo auf, ein Mitglied einer bekannten Berliner Familie, die von der Polizei seit langem mit Ermittlungen zu organisierter Kriminalität in Verbindung gebracht wird.
Die Partei betonte, sie habe ihn nicht eingeladen und unterhalte keinerlei Verbindungen zur organisierten Kriminalität.
Allein seine Anwesenheit gilt daher nicht als Beleg für eine Verbindung der Partei zu kriminellen Strukturen.
Später gerieten jedoch Kontakte zwischen einem Mitglied der Remmo-Familie und dem Linken-Bundestagsabgeordneten Ferat Koçak in den Fokus. Die Partei kündigte daraufhin an, dass Koçak seine Tätigkeit im Bundestag aussetzen wird.
Das Ergebnis verändert die politische Landkarte Berlins
Der Erfolg der Linken kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die traditionellen Parteien der politischen Mitte an Rückhalt verlieren.
CDU, SPD und Grüne büßten in Berlin Stimmen ein, während Die Linke und AfD deutlich zulegen konnten.
Ein ähnlicher Trend ist auch andernorts in Deutschland zu beobachten. Aktualizovane.sk berichtete bereits, dass die AfD in Sachsen-Anhalt ein historisches Ergebnis erzielte und dort klar die Wahlen gewann.
Berlin zeigt somit, dass sich Protestwähler nicht nur nach rechts orientieren, sondern dass ein Teil von ihnen gezielt auch eine linke Alternative wählt.
Die Regierungsbildung ist noch offen
Ein Wahlsieg bedeutet nicht automatisch, dass Die Linke alleine regiert.
Für eine Mehrheit benötigt sie Koalitionspartner.
SPD und Grüne signalisierten Gesprächsbereitschaft, die Konditionen werden jedoch Gegenstand der Koalitionsverhandlungen sein.
Zu den umstrittensten Themen werden das Wohnen sowie außen- und gesellschaftspolitische Fragen zählen.
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Der Erfolg der Linken lässt sich daher vor allem als Zeichen eines Stimmungswandels in der deutschen Hauptstadt interpretieren. Insbesondere die Themen Mietpreise, soziale Gerechtigkeit und bezahlbarer Wohnraum brachten der Partei Zuspruch.
Alte Kontroversen rücken mit dem Wahlsieg erneut ins Rampenlicht. Bei der Bewertung ist zu beachten, einzelne Aussagen von Mitgliedern oder Anhängern von der offiziellen Parteilinie zu trennen.
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI aus der slowakischen Originalfassung übersetzt.