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Bulgarien untersucht Brandanschlag auf Starlink-Antennen bei Sofia – Verdacht auf Sabotage

By Branki Stojani
15. October 2026
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SKENDE

Die bulgarischen Sicherheitsbehörden ermitteln wegen des Verdachts, dass Unbekannte gezielt elf Antennen des Satelliten-Systems Starlink auf einem gesicherten Gelände in der Nähe von Sofia in Brand gesetzt haben. Der Vorfall wirft Fragen zum Schutz von strategischer Kommunikationsinfrastruktur sowie zu möglichen Zusammenhängen mit dem Krieg in der Ukraine auf. Die Behörden haben die Ermittlungen bestätigt, jedoch bislang keine Verdächtigen benannt oder öffentlich einen möglichen Auftraggeber des Anschlags genannt.

Zwei maskierte Personen sollen elf Antennen beschädigt haben

Auf den Fall machte der bulgarische Oppositionsabgeordnete Ivajlo Mirčev aufmerksam. Seinen Angaben auf Facebook zufolge sollen am Wochenende zwei maskierte Männer elf von insgesamt 17 Antennen der SpaceX-Tochter Starlink, die zur Kommunikation mit den Satelliten dienen, in Brand gesetzt haben.

Mirčev bezeichnete den Schauplatz als einen geheimen Standort im Raum Sofia. Die veröffentlichten Details lassen jedoch viele Umstände des Vorfalls offen, insbesondere bleibt unklar, woher Mirčev seine Informationen zum mutmaßlichen Angriff bezog.

Bulgarien Premierminister Rumen Radev erklärte am 14. Oktober, die Ermittlungen liefen intensiv und die Sicherheitsbehörden arbeiteten mit internationalen Partnerdiensten zusammen. Das mutmaßliche Inbrandsetzen der Antennen bestätigte oder dementierte er in seiner Stellungnahme jedoch weder ausdrücklich noch ausdrücklich.

Laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft Sofia, auf den sich die Nachrichtenagentur AFP beruft, wird der Fall untersucht, bislang habe es aber keine Anklagen in Zusammenhang mit dem Vorfall gegeben.

Warum sind Starlink-Antennen so wichtig?

Starlink ist ein Satelliten-Kommunikationsnetzwerk von SpaceX, das auch in Regionen Zugang zum Internet ermöglicht, in denen die landbasierte Telekommunikationsinfrastruktur unzureichend oder beschädigt ist. Die Verbindung wird durch Nutzerterminals und ein Netz von Satelliten im Orbit hergestellt.

Bodengeräte sind ein wesentlicher Bestandteil solcher Systeme – ihre Beschädigung kann den Betrieb einzelner Geräte oder die Bereitstellung von Diensten vor Ort beeinträchtigen. Welche konkreten Auswirkungen der mutmaßliche Anschlag bei Sofia auf die Versorgung hatte, ist jedoch bislang nicht öffentlich bekannt.

Bedeutung und Verwundbarkeit solcher Infrastruktur wurden insbesondere während des Ukraine-Krieges sichtbar, wo Satellitenverbindungen entscheidend zur Aufrechterhaltung der Kommunikation beitragen, gerade wenn Festnetze ausfallen oder angegriffen werden. Das allein beweist jedoch nicht, dass ein Zusammenhang zwischen dem Vorfall in Bulgarien und dem Krieg besteht oder der Angriff militärische Ziele verfolgte.

Fall erinnert an Brand in Polen im September

Die Ermittlungen der bulgarischen Behörden folgen einem ähnlichen Zwischenfall in Polen. Dort war im September ein Brand in einer Bodenstation für Starlink-Satellitenkommunikation im südlich von Warschau gelegenen Wola Krobowska ausgebrochen.

Die polnischen Behörden prüften auch dort den Verdacht auf Sabotage. Im Zuge der Untersuchungen wurden mehrere Personen festgenommen. Ob beide Anschläge in Zusammenhang stehen oder von denselben Tätern verübt wurden, ist jedoch nicht belegt.

Mehr zum vorherigen Fall lesen Sie im Artikel „Pożar Starlinku w Polsce preverujú ako sabotáž. Rusko zatiaľ neobvinili“.

Sicherheitsbehörden prüfen Sabotage-Verdacht

Das mutmaßliche Inbrandsetzen von Kommunikationsanlagen in einem überwachten Gelände gibt Anlass, sowohl potenzielle Sicherheitsmängel als auch vorsätzliches Zerstören der Infrastruktur auf mögliche Hintergründe zu untersuchen.

Mehrere entscheidende Fragen bleiben jedoch bislang unbeantwortet: Wer hinter dem Brandanschlag steckt, ob es sich um eine koordinierte Aktion handelt oder ob die Täter über Insider-Kenntnisse verfügten, ist weiterhin offen.

Zugleich steht der Vorfall im Kontext einer größeren Debatte über den Schutz europäischer Infrastruktur gegen Brandanschläge, Cyberangriffe oder andere Formen gezielter Sabotage. Auch in der Slowakei wurden die Behörden mit Ermittlungen zu Attacken auf Einrichtungen, die mit der Unterstützung der Ukraine in Verbindung stehen, befasst. Dennoch müssen die jeweiligen Hintergründe und Zusammenhänge individuell und auf Grundlage konkreter Beweise bewertet werden.

Einen Überblick über entsprechende Sicherheitsbedenken liefert auch der Artikel „Európou sa šíri sabotážna sieť. Slovensko už rieši útok na fabriku s dronmi“, der sich mit dem Schutz strategisch wichtiger Anlagen befasst.

Bulgarisches Parlament verlangt Aufklärung

Am Mittwoch, den 14. Oktober, befasste sich das bulgarische Parlament auch mit den jüngsten Sicherheitsvorfällen im Schwarzen Meer sowie mit dem mutmaßlichen Brandanschlag auf Starlink-Antennen. An der Sitzung nahmen Vertreter der Regierung, verschiedener Ministerien und der Sicherheitsdienste teil.

Laut der bulgarischen Nachrichtenagentur BTA sollen die Abgeordneten über ergriffene Maßnahmen, mögliche Sicherheitsrisiken und das weitere Vorgehen der Behörden informiert werden. Details zum Stand der Ermittlungen bleiben jedoch begrenzt.

Noch gibt es mehr offene Fragen als Antworten: Entscheidend bleibt, was sich auf dem Gelände bei Sofia tatsächlich ereignete, wer für die Beschädigung der Anlagen verantwortlich ist und ob es sich um einen Einzelfall oder einen Teil einer größeren Operation handelt.

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Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI aus der slowakischen Originalfassung übersetzt.

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Branki Stojani

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