Sabotagenetzwerke in Europa: Angriff auf Drohnenfabrik bei Prešov vereitelt
Europäische Sicherheitsdienste zeichnen aktuell das Bild einer weitreichenden Serie von Sabotageakten, Brandanschlägen und Operationen, die vor allem auf die Rüstungsindustrie sowie auf Infrastruktur gerichtet sind, die die Ukraine unterstützt. Auch die Slowakei ist Teil dieses Gefüges: Dort hat die Polizei einen geplanten Angriff auf ein Drohnenwerk nahe Prešov verhindert.
Mehrere europäische Behörden führen einen Teil dieser Vorfälle auf russische Geheimdienste zurück. Im slowakischen Fall hat die Polizei bislang allerdings keinen konkreten Auftraggeber öffentlich benannt.
Großbrand bei Prešov sollte ausgelöst werden
Sicherheitskräfte der Slowakei verhinderten im August einen geplanten Brandanschlag auf die Fabrik der Firma Skyeton im Ort Haniska bei Prešov.
Nach Angaben der Polizei sollten die Verdächtigen im Auftrag handeln. Bei dem Einsatz wurden Brandbeschleuniger, Ausrüstung, Mobiltelefone, eine Kamera sowie ein handgezeichneter Plan sichergestellt.
Laut Ermittlern hätten sich zum Zeitpunkt des möglichen Anschlags rund 70 Personen in der Halle aufhalten können. Der potenzielle Schaden wurde auf mehrere Millionen Euro beziffert.
Aktualizovane.sk hatte hierzu ausführlich berichtet: Die Polizei vereitelte den Angriff auf die Drohnenfabrik, zwei Angeklagte landeten in Untersuchungshaft.
Die Beschuldigten sind Ausländer, das Strafverfahren läuft weiter. Es gilt dabei die Unschuldsvermutung.
In Europa ist von „Disposable Agents“ die Rede
Internationale Recherchen zeigen, wie sich Sabotagenetze derzeit verändern.
Statt professioneller Geheimdienstoffiziere werden einzelne Aufgaben zunehmend an Personen ohne vorherige Erfahrung vergeben – oft rekrutiert über soziale Medien, Jobportale oder Messenger-Dienste.
Sicherheitsexperten sprechen von „disposable agents“, also einmalig eingesetzten Agenten.
Die Aufgaben reichen von Observation und Fotografieren bis hin zu Brandanschlägen oder Sabotage an strategisch wichtigen Infrastrukturen.
Behörden aus Tschechien, Polen, Rumänien und Litauen haben laut gemeinsamen europäischen Ermittlungen einige dieser Netzwerke bereits mit dem russischen Militärgeheimdienst GRU verknüpft.
Slowakei nennt bislang keinen Auftraggeber
Gerade an dieser Stelle wird zwischen gesicherten Fakten und Vermutungen unterschieden.
Die slowakische Polizei teilte im Fall der Fabrik bei Prešov zwar mit, dass der Angriff im Auftrag vorbereitet wurde; öffentlich wurde jedoch bisher kein Auftraggeber genannt.
Das Unternehmen Skyeton selbst äußerte den Verdacht auf einen russischen Hintergrund. Dies ist jedoch eine Einschätzung der Firma und gilt nicht als abschließendes Ermittlungsergebnis.
Aktualizovane.sk hatte bereits auf den größeren Zusammenhang hingewiesen: Europa sieht sich einer Welle von Sabotageakten gegenüber, Sicherheitsdienste warnen vor einer möglichen Eskalation.
Ziel sind Unternehmen mit Verbindung zur Verteidigung und Ukraine
Ähnliche Vorfälle wurden im Jahr 2026 auch in Deutschland, Estland, Polen und anderen europäischen Ländern untersucht.
Allen Fällen gemeinsam ist der Bezug zur Verteidigungsindustrie, zur Drohnenproduktion, zur Logistik oder zu Strukturen, die der Unterstützung der Ukraine dienen.
Sicherheitsbehörden sprechen verstärkt von hybriden Operationen, die unterhalb der Schwelle klassischer Kriegshandlungen bleiben, aber dennoch Schäden, Angst und politische Spannungen auslösen können.
Auch in Deutschland wird ein eigener Fall untersucht: Die Ermittler prüften einen mutmaßlichen russischen Sabotageplan gegen ein Unternehmen mit Ukraine-Bezug.
Behörden passen Schutzmaßnahmen in Europa an
Die Serie solcher Vorfälle zwingt europäische Staaten dazu, Schutz und Überwachung von Rüstungsbetrieben, Energieanlagen, Flughäfen und weiteren strategischen Einrichtungen zu verstärken.
Das Problem: Wird auf einmalige, kurzfristig rekrutierte Personen gesetzt, ist die Verbindung zwischen Ausführenden und tatsächlichen Auftraggebern oftmals schwer nachzuweisen.
Deshalb analysieren Ermittler verstärkt Geldflüsse, Kommunikation über verschlüsselte Messenger, Bewegungen von Verdächtigen über Landesgrenzen hinweg sowie Kontakte zu Mittelsmännern.
Nach dem Fall bei Prešov steht damit auch die Slowakei im Mittelpunkt einer Sicherheitslage, die weite Teile Europas beschäftigt.
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Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI aus der slowakischen Originalfassung übersetzt.