Tennessee: Frau überlebt zwei tödliche Injektionen – Hinrichtungen ausgesetzt
Der US-Bundesstaat Tennessee hat nach einer gescheiterten Hinrichtung alle geplanten Exekutionen bis Ende des Jahres ausgesetzt. Die zum Tode verurteilte Christa Pike überlebte trotz zweifacher Verabreichung tödlicher Substanzen und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Gouverneur Bill Lee ordnete eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls an.
Zwei Dosen – Hinrichtung misslingt
Eigentlich hätte Christa Pike am 30. September in der Riverbend Maximum Security Institution in Nashville hingerichtet werden sollen. Laut ihren Anwälten erhielt sie zwei Dosen Pentobarbital, blieb jedoch am Leben.
Journalisten, die das Geschehen aus dem Zeugenzimmer verfolgten, berichteten von einem ungewöhnlich langen Ablauf. Nach Verabreichung des Mittels hörten sie laut eigenen Angaben weiterhin Atmen, heftige Ausatmungen und Schnarchen. Später wurde ein Rettungswagen gerufen und Pike zur medizinischen Versorgung gebracht. Über ihren Gesundheitszustand direkt nach dem Vorfall liegen keine bestätigten öffentlichen Angaben vor.
Gouverneur stoppt weitere Hinrichtungen
Nach dem fehlgeschlagenen Vollzug verkündete Gouverneur Bill Lee das Aussetzen sämtlicher weiterer Hinrichtungen in Tennessee für das Jahr 2026. Zudem ordnete er eine umfassende, unabhängige Überprüfung an, um die genauen Umstände des Vorfalls zu klären.
Für dieses Jahr war eigentlich eine weitere Exekution geplant: Die Hinrichtung von Gary Wayne Sutton sollte ursprünglich am 3. Dezember stattfinden. Nach der Entscheidung des Gouverneurs entfällt jedoch auch dieser Termin.
Über die amerikanische Debatte zur Todesstrafe berichtete auch das Portal Aktualizované.sk, etwa im Zusammenhang mit Vorschlägen zur Anwendung bei schweren Verbrechen gegen Kinder.
Tennessee: Protokoll wurde eingehalten
Laut Tennessee Department of Correction handelte das Personal während der Hinrichtung nach geltendem, genehmigtem Protokoll. Das Amt erklärte weiter, dass das verwendete Mittel zuvor wirksam gewesen sei und der vorgeschriebene Ablauf nach Verabreichung der vorgesehenen Dosen keine weiteren Schritte vorsah.
Was konkret das Scheitern verursachte, ist bislang nicht abschließend geklärt. Genau dies soll die unabhängige Untersuchung ermitteln. Pikes Anwälte hatten bereits vor der Exekution auf mögliche Komplikationen bei der Giftspritze hingewiesen, diese Hinweise belegen jedoch nicht eindeutig die Ursache des Fehlschlags.
Bereits zweiter Fehlschlag in Tennessee
Bei dem Fall handelt es sich bereits um den zweiten missglückten Hinrichtungsversuch in Tennessee im Jahr 2026. Im Mai konnte ein zum Tode verurteilter Mann nicht exekutiert werden, da das Personal keinen ausreichenden venösen Zugang für das tödliche Mittel legen konnte.
Der aktuelle Vorfall könnte daher auch Auswirkungen auf die künftige Anwendung der Hinrichtungsprotokolle im Bundesstaat haben. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen zeigen, ob ein individueller Fehler, ein technisches Problem oder ein Mangel im Ablauf verantwortlich ist.
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Erste Hinrichtung einer Frau in Tennessee seit über 200 Jahren geplant
Zum Zeitpunkt der geplanten Hinrichtung war Christa Pike 50 Jahre alt. Sie war wegen des Mordes an ihrer Mitschülerin Colleen Slemmer im Jahr 1995, den sie im Alter von 18 Jahren beging, zum Tode verurteilt worden. Die Aufmerksamkeit war groß, da Pike die erste Frau seit mehr als zwei Jahrhunderten gewesen wäre, die in Tennessee hingerichtet worden wäre.
Pike wurde für den Mord an der 19-jährigen Slemmer verurteilt, den sie gemeinsam mit weiteren Personen begangen hatte. Ihre Anwälte beantragten kurz vor der Hinrichtung eine Begnadigung und verwiesen auf ihre schwierige Kindheit sowie Erfahrungen mit sexueller Gewalt und Vernachlässigung. Gouverneur Lee lehnte ihr Gnadengesuch jedoch zu Wochenbeginn ab.
Wie geht es weiter?
Tennessee wartet nun auf die Ergebnisse der unabhängigen Untersuchung. Noch ist unklar, ob und unter welchen Bedingungen eine weitere Hinrichtung von Pike juristisch möglich wäre.
Das Aussetzen der Todesstrafen betrifft den Rest des Jahres 2026. Die Untersuchung soll insbesondere klären, warum die Exekution trotz zweifacher Verabreichung des Mittels nicht vollendet werden konnte.
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Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI aus der slowakischen Originalfassung übersetzt.