Trump will nach Kriegsende mit Ukraine und Russland handeln – spricht von Billionen-Deal
US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass die Vereinigten Staaten nach dem Ende des Krieges in der Ukraine sowohl mit Kiew als auch mit Moskau Handel treiben wollen. Besonders hob er eine Ressourcenvorlage mit der Ukraine hervor, deren potenziellen Wert er auf bis zu eine Billion US-Dollar schätzt. Trumps Aussagen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Washington nach Wegen zur Beendigung des Krieges sucht und Fragen zur zukünftigen Beziehung zu Russland diskutiert werden.
Trump plant Handel mit beiden Seiten
Trump äußerte seine Pläne am Samstag, 24. Oktober 2026, nachdem er in Florida im Rahmen der Kongresswahlen seine Stimme abgegeben hatte. Gegenüber Journalisten erklärte er, dass er nach Kriegsende mit Handelsbeziehungen zu beiden Ländern rechne.
Zudem äußerte der US-Präsident den Wunsch, dass Russland und die Ukraine zu einer Einigung kommen. Das Ende der Kampfhandlungen könnte aus seiner Sicht den Weg für eine Wiederaufnahme wirtschaftlicher Zusammenarbeit bereiten.
Konkrete Pläne, die das Ausmaß des künftigen Handels mit Moskau betreffen, legte er bisher jedoch nicht vor. Seine Aussagen sind daher in erster Linie als Absichtserklärung und nicht als Ankündigung konkreter Abkommen zu verstehen.
Rohstoffabkommen könnte einen Wert von einer Billion Dollar erreichen
Trump betonte bei seinem Auftritt die Vereinbarung zwischen den USA und der Ukraine im Bereich der Bodenschätze, deren möglicher Wert von ihm auf bis zu eine Billion US-Dollar geschätzt wurde.
Diese Absprache bildet einen Rahmen für Kooperationen bezüglich ukrainischer Rohstoffe und Investitionen. Der tatsächliche wirtschaftliche Nutzen hängt von konkreten Projekten, dem investierten Kapitalvolumen, der Marktentwicklung und den Sicherheitsbedingungen im Land ab.
Die geschätzte Summe von einer Billion Dollar bedeutet daher nicht, dass die Ukraine diesen Betrag automatisch erhält oder bereits Verträge in dieser Höhe abgeschlossen wurden. Es handelt sich um das Potenzial wirtschaftlicher Gelegenheiten, die sich nach und nach entwickeln könnten.
Trump argumentierte zudem, dass die USA für ihre bisherige Ukraine-Hilfe eine stärkere finanzielle Gegenleistung hätten fordern sollen. Seiner Ansicht nach hätten europäische Staaten einen größeren Teil der Unterstützung für Kiew tragen können.
Russisches Interesse an Energiebeteiligungen in Alaska
Journalisten befragten Trump auch zu einem etwaigen Interesse Russlands an Investitionen in den Gassektor auf Alaska. Hierzu machte der Präsident jedoch keine konkreten Aussagen.
Der Energiesektor zählt zu den Bereichen, in denen eine mögliche Erneuerung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Washington und Moskau bedeutsame Folgen haben könnte. Eine solche Zusammenarbeit wäre jedoch von politischen Abkommen, geltenden Sanktionen, regulatorischen Rahmenbedingungen und der Sicherheitslage abhängig.
Bislang gibt es keine Anzeichen dafür, dass russische Unternehmen tatsächlich Investitionen in Alaska vorbereiten. Trumps Antwort bezog sich lediglich auf die gestellte Frage nach einem möglichen Interesse der russischen Seite.
Verhältnis zwischen Trump und Selenskyj bleibt angespannt
Trump hatte in der letzten Zeit den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mehrfach kritisiert, insbesondere hinsichtlich der ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien und Energieinfrastruktur. Der US-Präsident setzt sich weiter für ein Ende des Kriegs durch Verhandlungen ein, doch die Positionen von Kiew und Moskau zu den Friedensbedingungen bleiben weiterhin unterschiedlich.
Die Ukraine lehnt Lösungen ab, die ihre territoriale Integrität und Sicherheit gefährden könnten. Russland beharrt hingegen auf Forderungen bezüglich der besetzten Gebiete und zukünftiger Sicherheitsgarantien. Diese Differenzen sind nach wie vor ein zentrales Hindernis bei der Suche nach einer dauerhaften Einigung.
Trumps Vorstellungen wirtschaftlicher Kooperation mit beiden Ländern hängen somit maßgeblich davon ab, ob die Kämpfe beendet werden und gegenseitig akzeptierte Bedingungen vereinbart werden können.
Melania Trump schließt Ukraine-Besuch nicht aus
Bei demselben Auftritt sprach auch First Lady Melania Trump zu den anwesenden Journalisten. Auf die Frage, ob sie in naher Zukunft eine Reise in die Ukraine plane, antwortete sie knapp: „Wir werden sehen.“
Donald Trump deutete daraufhin an, ein solcher Besuch sei denkbar. Zugleich lobte er seine Ehefrau für ihr Engagement bei der Vermittlung einer humanitären Feuerpause in der Stadt Oleški im besetzten Teil des Gebiets Cherson.
Laut Mitteilung des Weißen Hauses beteiligte sich Melania Trump an Gesprächen zwischen russischen und ukrainischen Zivilvertretern, um humanitäre Hilfe zu ermöglichen und eine Evakuierung der Bevölkerung vorzubereiten. Die verkündete Waffenruhe bezieht sich jedoch nur auf das genannte Gebiet und bedeutet nicht, dass der Krieg in der gesamten Ukraine gestoppt wurde.
Friedensabkommen bleibt zentrale Voraussetzung
Trumps Pläne für Handel mit der Ukraine und Russland zeigen, dass er nach einem möglichen Kriegsende neue wirtschaftliche Perspektiven sieht. Wann der Krieg enden und welche Bedingungen ein mögliches Friedensabkommen enthalten würde, ist bislang jedoch unklar.
Für die Ukraine ist entscheidend, dass die wirtschaftliche Zusammenarbeit Investitionen und Wiederaufbau ermöglicht, ohne ihre Sicherheit einzuschränken. Im Fall Russlands bleibt abzuwarten, welche Rolle Sanktionen spielen und ob diese nach einem Friedensschluss verändert würden.
Die genaue Ausgestaltung künftiger Handelsbeziehungen wird von weiteren politischen Verhandlungen und Entscheidungen der betroffenen Staaten abhängen. Trumps Äußerungen zeigen bislang vorrangig die Richtung, die Washington nach einem möglichen Konfliktende einschlagen könnte.
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Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI aus der slowakischen Originalfassung übersetzt.