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Trump will russisches Gas für Europa: USA schlagen überraschenden Gas-Deal vor

By Miroslav Malatinský
2. November 2026
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SKENDE

WASHINGTON/KIEW – Die Vereinigten Staaten haben vorgeschlagen, die Lieferungen von russischem Erdgas über die Ukraine in die Slowakei und weiter nach Europa wiederaufzunehmen. Laut dem Wall Street Journal ist dies Teil amerikanischer Bemühungen, ein Energieabkommen zwischen Russland und der Ukraine zu vermitteln. In das Geschäft sollen US-Vermittler eingebunden werden; die Einnahmen Russlands könnten auf ein Sonderkonto hinterlegt werden. Der Vorschlag stößt jedoch auf deutlichen Widerstand europäischer Politiker sowie auf geltende EU-Regularien. Eine Einigung gibt es bislang nicht.

Informationen vom Montag, 2. November 2026, deuten darauf hin, dass die US-Regierung unter Präsident Donald Trump erneut versucht, Energieinteressen mit Verhandlungen zum Kriegsende in der Ukraine zu verknüpfen.

Für die Slowakei könnte eine mögliche Einigung die Rückkehr zu einer der wichtigsten Pipelinestrecken für den Erdgasimport bedeuten.

Entscheidend wird sein, ob die Ukraine, Russland und europäische Abnehmer dem Plan zustimmen und rechtliche Hürden beseitigt werden können.

USA wollen Gastransit über die Ukraine reaktivieren

Dem Wall Street Journal zufolge wurde der US-Vorschlag von den Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner unterbreitet.

Über eine Wiederaufnahme der Gaslieferungen wurde bei Besuchen in Moskau und Kiew im September gesprochen.

Ziel ist es, die bestehende Pipeline-Infrastruktur erneut zu nutzen, die früher russischen Gasexport über die Ukraine in die Slowakei ermöglichte.

Von dort könnte das Gas weiter in andere europäische Länder transportiert werden.

US-Vertreter gehen laut Zeitung davon aus, dass so auch Teile Österreichs und Deutschlands versorgt werden könnten.

Es handelt sich also nicht bloß um ein slowakisch-russisches Energieabkommen.

Washington will die Wiederaufnahme des Transits als Teil einer umfassenderen diplomatischen Initiative zum Ukraine-Krieg nutzen.

Ein ähnliches Vorhaben wurde bereits im Beitrag „Trump schlägt Europa Rückkehr zu russischem Gas vor. Er will dies für einen Friedensschluss nutzen.“ behandelt.

Russisches Gas soll von US-Vermittlern verkauft werden

Besonders interessant am Vorschlag ist die zentrale Rolle, die die USA beim eigentlichen Gasverkauf einnehmen könnten.

Dem Wall Street Journal zufolge würden US-Unternehmen als Vermittler auftreten und russisches Gas ankaufen oder weiterverkaufen.

Damit würde Washington nicht nur diplomatisch vermitteln, sondern amerikanische Unternehmen direkt am Energiegeschäft beteiligen.

Für US-Investoren könnte ein solches Geschäftsmodell finanzielle Chancen bieten.

Konkrete Unternehmen, die involviert werden könnten, sind bislang jedoch nicht bekannt.

Auch Preise, Volumina und Höhe der Vermittlungsgebühren wurden bisher nicht veröffentlicht.

Allein die Einbindung amerikanischer Unternehmen würde jedoch die EU-Sanktionen nicht aushebeln. Jede Geschäftsform müsste geltendes EU-Recht erfüllen oder eine entsprechende Gesetzesänderung erfordern.

Russische Einnahmen könnten auf Treuhandkonto gebunden werden

Die US-Initiative enthält auch einen Vorschlag für den Umgang mit den Einnahmen aus dem Gasverkauf.

Wie das Wall Street Journal berichtet, könnten die Gelder für Russland auf einem gebundenen Konto in einem Drittland deponiert werden.

Damit möchte man verhindern, dass Moskau die Einnahmen sofort für militärische Zwecke verwendet.

Der Zugriff auf das Geld könnte an die Bedingungen einer möglichen Einigung geknüpft werden.

Bisher ist jedoch offen, wer das Konto verwalten, wie die Kontrolle aussehen und in welchen Fällen Gelder freigegeben werden könnten.

Ohne solche Details bleibt fraglich, ob der Mechanismus wirklich verhindert, dass Russland die Mittel für den Krieg nutzt.

Ukraine könnte erneut am Transit verdienen

Ein Neustart des Gastransports hätte auch für die Ukraine Bedeutung.

In der Vergangenheit erzielte das Land Einnahmen durch Transitgebühren für russisches Gas nach Europa.

Mit dem Auslaufen des bisherigen Transitvertrags kam der Transport Anfang Januar 2025 zum Erliegen.

Kiew weigerte sich, das frühere Kooperationsmodell mit Moskau während des russischen Einmarschs fortzusetzen.

Der US-Vorschlag sieht nun vor, dass die Ukraine erneut am Transit verdienen könnte.

Die Erlöse könnten in Betrieb und Wartung der Gasinfrastruktur fließen.

Allerdings besteht ein politisches Problem.

Die Ukraine verteidigt sich gegen die russische Aggression, eine Wiederaufnahme des Energiehandels mit dem Aggressor wirft daher Sicherheits- und moralische Fragen auf.

Kiew hat bisher nicht endgültig zugestimmt.

Warum bietet Trump Putin den Wiedereinstieg auf dem europäischen Markt an?

Die US-Unterhändler halten laut Wall Street Journal die Erneuerung der Gasverkäufe für einen potenziellen Anreiz für Wladimir Putin.

Seit Beginn der russischen Invasion hat Russland einen Großteil seiner Position auf dem europäischen Energiemarkt verloren.

Das Drängen größerer Gasvolumen nach Europa könnte Moskau Einnahmen und neue Wirtschaftsverbindungen bescheren.

Washington will diese Perspektive nutzen, um Angriffe auf Energieinfrastruktur zu stoppen.

Die Hoffnung ist, dass wirtschaftliche Vorteile zu einem allgemeinen Waffenstillstand beitragen könnten.

Ob Putin das Angebot jedoch akzeptiert, ist ebenso wenig bestätigt wie Russlands weitere Bedingungen.

Russisches Gas gelangt weiterhin nach Slowakei – aber auf anderem Weg

Ein erneuter Gas-Transit über die Ukraine würde nicht bedeuten, dass russisches Gas erstmals seit Langem wieder in der Slowakei ankommt.

Slowakei und Ungarn beziehen nach wie vor russisches Gas über die südliche Route mittels der Pipeline TurkStream.

Das System ermöglicht den Gastransport über das Schwarze Meer und Südosteuropa.

Die historische Route durch die Ukraine war für die Slowakei jedoch von besonderer Bedeutung.

Viele Jahre war das Land ein wichtiger Transitknotenpunkt für russisches Gas auf den westeuropäischen Markt.

Eine Wiederaufnahme der Lieferungen könnte sowohl die Verfügbarkeit als auch die Nutzung slowakischer Transportkapazitäten beeinflussen.

Die slowakische Diplomatie beschäftigt sich auf höchster Ebene mit den Energiestreitfragen mit Russland. Einzelheiten dazu im Beitrag „Blanár verhandelte in Moskau mit Lawrow. Russland kündigte neue Abkommen mit der Slowakei an“.

Brüssel äußert schwere Bedenken

Die größte Hürde für den US-Vorschlag dürfte die Haltung der EU sein.

Nach dem russischen Überfall hat Brüssel Maßnahmen ergriffen, um die Abhängigkeit von russischen Energieträgern zu verringern.

Die EU-Vorgaben sehen ein schrittweises Auslaufen der russischen Gasimporte vor. Ab Herbst 2027 soll ein Verbot für Pipeline-Gas in Kraft treten.

Eine Rückkehr großvolumiger Gaslieferungen über die Ukraine widerspräche dieser energiepolitischen Richtung.

EU-Energiekommissar Dan Jørgensen äußerte im Oktober Zweifel an Russland als zuverlässigem Energiepartner.

EU-Vertreter warnen, eine abermalige starke Abhängigkeit von Moskau eröffne neue Spielräume für politischen Druck.

US-Unterhändler glauben jedoch, Europas Regierungen könnten ihre Haltung überdenken, sollte sich die Versorgungslage weiter verschlechtern.

Bislang handelt es sich aber lediglich um amerikanische Annahmen, nicht um eine bestätigte Kehrtwende der EU.

Europäischer Gaspreis zuletzt stark gestiegen

Der US-Vorschlag kommt zu einer Zeit erheblicher Preissteigerungen für Erdgas.

Ende Oktober erreichten die europäischen Großhandelspreise fast die Marke von 100 Euro je Megawattstunde.

Verantwortlich waren vor allem ausbleibende LNG-Lieferungen aus dem Nahen Osten, Einschränkungen im Seeverkehr und geringere Füllstände der Speicher.

Ein zusätzlicher Belastungsfaktor ist der nahende Winter.

Die hohen Preise treiben die Kosten für Industrie, Stromerzeuger und am Ende auch die Haushalte.

Mehr dazu im Beitrag „Gas in Europa drastisch teurer: Preis kratzt an 100 Euro, Putin schickt Warnung“.

Gerade wegen der hohen Preise könnten laut amerikanischen Vertretern einige europäische Staaten verstärkt an zusätzlichen Lieferungen interessiert sein.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Wiederaufnahme des russischen Gastransits automatisch zu niedrigeren Preisen für slowakische Haushalte führt.

Europa bleibt weiter auf russisches Gas angewiesen

Auch nach Jahren von Sanktionen und Investitionen in Alternativen bleibt Russland einer der Gaslieferanten Europas.

Neben Pipeline-Lieferungen wird auch mit Flüssigerdgas (LNG) gehandelt.

Im Juni 2026 stieg der Import von russischem LNG in die EU im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent.

Diese Entwicklung zeigt, dass der europäische Markt weiter mit russischem Gas verflochten bleibt.

Genauere Zahlen im Beitrag: „Europa hat sich von russischem Gas noch nicht gelöst. LNG-Importe steigen um 14 Prozent“.

Entscheidend ist nicht nur die absolute Verfügbarkeit von Gas.

Wichtig sind auch Transport-, Speichermöglichkeiten und vor allem die Preise, die einzelne Abnehmer zahlen müssen.

Auch Wiederinbetriebnahme von Nord Stream diskutiert

Nach Informationen des Wall Street Journal wird in einem größeren Kontext auch die Möglichkeit geprüft, Gaslieferungen über die Nord-Stream-Pipelines wiederherzustellen.

Diese verbanden Russland mit Deutschland durch die Ostsee.

Im September 2022 wurden die Leitungen durch Explosionen schwer beschädigt und ein wichtiger Teil der Infrastruktur damit außer Betrieb gesetzt.

Eine Wiederinbetriebnahme würde technische Reparaturen, erhebliche Investitionen und politische sowie rechtliche Entscheidungen voraussetzen.

Es ist derzeit nicht zu erwarten, dass Nord Stream kurzfristig wieder in früherem Umfang funktionsfähig wird.

Darüber hinaus ist nicht bestätigt, dass Deutschland oder die EU ein solches Projekt unterstützen wollen.

Was würde ein Deal für slowakische Haushalte bedeuten?

Sollte russisches Gas wieder über die Ukraine in den europäischen Markt kommen, könnte es rein theoretisch zu einer Ausweitung des Angebots kommen.

Ein größeres Angebot bei gleichbleibender Nachfrage könnte Druck auf die Großhandelspreise ausüben.

Dies ist jedoch keineswegs garantiert.

Die Preise werden unter anderem von den Transportgebühren, den Vertragsbedingungen, dem Wettbewerb und der weltweiten Marktlage beeinflusst.

Für slowakische Haushalte spielen zudem Regulierungsentscheidungen und Lieferantenverträge eine wichtige Rolle.

Deshalb kann heute nicht behauptet werden, dass der US-Vorschlag automatisch niedrigere Gaspreise in der Slowakei nach sich zieht.

Dafür müssten konkrete Liefermengen, Preise und Bedingungen des Gasverkaufs an slowakische Abnehmer bekannt sein.

Aktuelle Nachrichten aus dem Energiebereich, der slowakischen Wirtschaft und zu internationalen Verhandlungen finden Leser auch auf unserer Community-Seite Aktualizovane.sk auf stretnisa.online.

Welche Bedingungen müssen für einen neuen Gastransit erfüllt sein?

Der US-Vorschlag befindet sich bisher erst in Verhandlungsphase.

Dafür müssten mehrere zentrale Fragen geklärt werden:

  • Zustimmung der Ukraine: Kiew müsste den Gastransit über sein Territorium akzeptieren.
  • Haltung Russlands: Moskau müsste den Bedingungen und einem Energieabkommen zustimmen.
  • EU-Regeln: Das Geschäft müsste der europäischen Gesetzgebung entsprechen.
  • Finanzierung: Die Vertragspartner müssten Zahlungswege und Kontrolle der russischen Erlöse regeln.
  • Transportbedingungen: Betreiber müssten technische Infrastruktur und Transportvolumen bestätigen.
  • Abnehmer: Europäische Unternehmen müssten genug Interesse für konkrete Verträge zeigen.

Ohne Klärung all dieser Aspekte reicht eine bloße politische Einigung nicht aus.

Bringt der US-Vorschlag einen Schritt Richtung Frieden?

Washington versucht dem Vernehmen nach, wirtschaftliche Anreize als Motiv für einen Waffenstillstand auf dem Energiesektor zu nutzen.

Eine Wiederaufnahme des Gastransits könnte der Ukraine Einnahmen, US-Firmen Geschäftschancen und europäischen Abnehmern mehr Gas bringen.

Russland hätte die Möglichkeit zur Rückkehr auf einen Markt, von dem es durch die Invasion in der Ukraine weitgehend ausgeschlossen wurde.

Allerdings könnte das Vorhaben den wirtschaftlichen Druck auf Moskau verringern – ohne Garantie, dass Russland seine Angriffe einstellt.

Genau das ist ein zentrales Argument für die Skepsis europäischer Politiker.

Entscheidend wird sein, ob eine Einigung erreicht werden kann, die eine echte Begrenzung der Kämpfe garantiert und die Sicherheitsinteressen der Ukraine berücksichtigt.

Der US-Plan könnte die historische Pipeline-Route durch die Slowakei wiederbeleben. Bislang gibt es aber weder eine Vereinbarung noch feste Termine oder einen bestätigten Gaspreis.

Die weitere Entwicklung der Energieverhandlungen verfolgen wir auch auf der Aktualizovane.sk-Seite in der Community stretnisa.online, wo Leser sich an der Diskussion beteiligen können.

Quellen: Pravda, ČTK, The Wall Street Journal, Bloomberg.

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Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI aus der slowakischen Originalfassung übersetzt.

Author

Miroslav Malatinský

Som šéfredaktor portálu Aktualizované.sk a zodpovedám za smerovanie redakcie, kvalitu obsahu a dodržiavanie novinárskych štandardov. Mojou prioritou je prinášať čitateľom rýchle, overené a dôveryhodné správy zo Slovenska aj zo zahraničia, doplnené o širší kontext a zrozumiteľné vysvetlenia. Verím, že kvalitná žurnalistika musí stáť na faktoch, objektivite a zodpovednom prístupe k informáciám. Spolu s redakčným tímom pracujem na tom, aby Aktualizované.sk bolo spoľahlivým zdrojom spravodajstva, analýz a praktických informácií pre každodenný život.

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