Kiews Bürgermeister Klitschko zu kritischer Frage: Warum kämpfen seine Kinder nicht in der Ukraine?
Der Bürgermeister von Kiew und frühere Boxweltmeister Vitali Klitschko musste sich in einem Interview der direkten Frage stellen, warum seine erwachsenen Kinder nicht in der Ukraine kämpfen. Er erklärte, seine Kinder hätten nie in der Ukraine gelebt, seien in den Vereinigten Staaten geboren und hätten in Amerika oder Europa studiert. Als die Journalistin später erneut nachfragte, bekräftigte Klitschko, dass er seine Antwort bereits gegeben habe.
Diese Thematik zieht besonders viel Aufmerksamkeit auf sich, da die Ukraine seit Jahren einen Verteidigungskrieg gegen Russland führt. Die Teilnahme von Angehörigen von Politikern am Militärdienst wird innerhalb der Gesellschaft sensibel diskutiert.
„Meine Kinder haben nie in der Ukraine gelebt“
Klitschko sagte im Interview, seine Kinder seien in den USA geboren und hätten ihre Ausbildung außerhalb der Ukraine absolviert.
Nach seinen Angaben hätten sie somit nie dauerhaft in der Ukraine gelebt.
Der ehemalige Boxer hat drei erwachsene Kinder – zwei Söhne und eine Tochter. Einer der Söhne, Maxim, spielt Basketball und lebt derzeit in den Vereinigten Staaten.
Klitschko betonte zudem, dass er selbst früher im Ausland gelebt habe, sich aber nach seiner Rückkehr bewusst entschieden habe, in der Ukraine zu bleiben.
Wie Aktualizovane.sk bereits berichtete, hatte Klitschko nach einem massiven Angriff auf Kiew einen Trauertag für die zahlreichen Opfer in der Stadt ausgerufen.
Journalistin bohrt nach
Damit war das Thema jedoch nicht beendet.
Die Journalistin wies darauf hin, dass sich ein Teil der Gesellschaft fragt, warum einfache Bürger an der Front kämpfen, während die Kinder mancher Politiker im Ausland bleiben.
Klitschko reagierte auf die wiederholte Frage, dass er dazu bereits Stellung bezogen habe. Gleichzeitig betonte er, er kenne Unternehmer- und Politikerfamilien, deren Kinder an der Front kämpfen. Ebenso gebe es aber Familien, deren Kinder im Ausland sind – man könne also nicht alle Fälle pauschalisieren.
Klitschko besucht regelmäßig die Front
Der Kiewer Bürgermeister gab zudem an, selbst etwa einmal im Monat an die Front zu reisen.
Er hob hervor, dass ihn niemand zur Rückkehr in die Ukraine gezwungen habe – er habe sich aufgrund seiner Wurzeln selbst dafür entschieden.
Im Interview erinnerte er außerdem an das Zitat, dass diejenigen, die über den Krieg entscheiden, ihre eigenen Kinder an die Front schicken sollten. Diese Aussage gefalle ihm, betonte Klitschko.
Die Ukraine steht dabei nicht nur an der Front, sondern auch im Luftraum unter zunehmendem Druck. Wie von Aktualizovane.sk berichtet, weist Kiew auf einen Mangel an Raketen für die Patriot-Systeme hin – gerade in Zeiten verstärkter russischer Angriffe.
Heikle Frage ohne einfache Antwort
Klitschkos Erklärung, dass seine Kinder nie in der Ukraine gelebt hätten, ist seine persönliche Begründung.
Aus den bisherigen Aussagen geht nicht hervor, ob im Interview Details zur Staatsbürgerschaft, möglichen Wehrpflicht oder zum rechtlichen Status im Zusammenhang mit ukrainischen Mobilisierungsgesetzen thematisiert wurden.
Daher lässt sich aus seiner Antwort nicht ableiten, ob seine Kinder einer gesetzlichen Verpflichtung unterliegen, in die ukrainische Armee einzutreten oder nicht.
Die zentrale, politisch sensible Frage bleibt jedoch bestehen: Wer trägt die direkten Folgen des Krieges und gelten für die Familien öffentlicher Amtsträger dieselben Erwartungen wie für andere Bürger?
Quelle: 20 Minuten, Aussagen von Vitali Klitschko, Foto AI-generiert
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Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI aus der slowakischen Originalfassung übersetzt.